Ist der Klimawandel eine Lüge?

Ist der Klimawandel eine Lüge?
Photo by Melissa Bradley on Unsplash

Alles nur Fake oder was? Wer Donald Trump und anderen zuhört, könnte am Klimawandel zweifeln. Die wissenschaftlichen Fakten sind aber eindeutig.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos standen wie erwartet nicht ernsthafte Debatten im Vordergrund, sondern 2 Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Greta Thunberg und Donald Trump. Während die junge schwedische Klimaaktivistin erneut vor den Folgen des menschlich verursachten Klimawandels warnte, erging sich US-Präsident Trump in (teils etwas wirren) Attacken gegen Umweltschützer und ihre Unterstützer. Dennoch: Sogar große Investmentfirmen haben angekündigt, in Zukunft ihre Geldströme dorthin umzulenken, wo sie nicht weiter für die schädlichen CO2-Emissionen verantwortlich sein können.

Von Römern und Schnee

Bleibt die wichtigste Frage: Ist der Klimawandel ein Lüge? Immer wieder kommen teils abstruse Argumente von jenen, die das nicht wahrhaben wollen. Die Palette reicht von “Römer haben in England Wein angebaut” über “Warm war es immer” bis zu “Na und? Es schneit ja ohnehin”. Darüber könnte man sich lustig machen – oder man nimmt solche Bedenken ernst und sieht sich die Faktenlage objektiv an.

Klar ist: Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler (jüngsten Studien zufolge sind es rund 96 bis 97 Prozent) sind sich einig, dass der Mensch Mitschuld trägt an einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperaturen. Darüber besteht also kein Zweifel: Der Mensch – und nicht etwa Vulkane, Sonnenaktivitäten oder andere wiederkehrende Ereignisse – ist dafür verantwortlich, dass sich die Erde langsam, aber sicher aufheizt.

Einfache Gründe, schwierige Folgen

Die Gründe dafür sind recht einfach zu verstehen, wenn man das denn möchte und sich seriös informiert: Der natürliche Treibhauseffekt auf unserer Erde wird von Wasserdampf und von den sogenannten Treibhausgasen wie eben CO2 (Kohlendioxid) ausgelöst – und das ist prinzipiell gut so, weil dadurch das Leben hier überhaupt möglich ist, sonst wäre es ungemütlich kalt. Doch dieser Treibhauseffekt wird nun gestört, weil zuviel von bestimmten Anteilen wie CO2 oder auch Fluorkohlenwasserstoffen (FKW) vorhanden ist. Die Erde heizt sich immer mehr auf.

Die Sachlage ist eindeutig

Doch was kann da der Mensch dafür? Ganz einfach: Durch Verbrennung von fossilen Stoffen wie Kohle, Öl und Gas wurden von der Menschheit schätzungsweise rund 1100 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich in die Atmosphäre freigesetzt. Das lässt das natürliche System kippen. Nicht nur in Kraftwerken, auch durch Autos, Flugzeuge, Heizungen und Industrieanlagen werden diese Emissionen verursacht. Dazu kommen Milliarden weiterer Tonnen durch Brandrodungen, unter anderem um den Hunger nach Rindfleisch und Soja zu stillen. Wer es genau wissen will: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre ist seit der Industrialisierung von 280 ppm auf mehr 409 ppm gestiegen (ppm = Teilchen pro eine Million Teilchen). Und es geht munter weiter.

Das Killerargument lautet: Früher war es ja auch wärmer. Ja, stimmt, das war vor rund 2 bis 3 Millionen Jahren. Damals war es im Schnitt auf der Erde um rund 2 Grad wärmer. Der Meeresspiegel war damals um rund 10 bis 12 Meter höher als heute. Ob wir das wollen?


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