Italien: 5 Afrikaner freigesprochen – scheitert Strategie gegen Schmuggler?

Italien: 5 Afrikaner freigesprochen – scheitert Strategie gegen Schmuggler?
Bild von Carabo Spain auf Pixabay

Fünf Männer, die des Menschenhandels angeklagt waren, wurden vom Land freigesprochen. Verliert Italien den Kampf gegen die Schmuggler?

Ein Richter in Sizilien hat fünf Männer aus Eritrea von der Teilnahme an einem Menschenhandelsring freigesprochen, was einen weiteren gescheiterten Versuch italienischer Ermittler darstellt, den Menschenschmuggel an der Quelle zu bekämpfen.

Trotz der Anti-Mafia-Expertise und der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit scheint Italien seinen Krieg gegen Schmuggelnetze zu verlieren.

Netze bleiben intakt

Unzählige unschuldige Menschen landen weiterhin im Gefängnis, während die Geschäfte der Schmuggler weitgehend intakt bleiben.

Am Mittwoch sprach ein Richter in Palermo fünf eritreische Männer von der Anklage frei, Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein, das Menschen über das Mittelmeer schmuggelt.

Die Männer sind ein gutes Beispiel: Während die Köpfe der Schmugglerbanden in Afrika sitzen, wandern in Italien häufig Unschuldige an ihrer Stelle ins Gefängnis. Auch im Fall der fünf Afrikaner gab es letztendlich keine Beweise für eine Straftat – die eigentlichen Täter kamen also wieder davon.


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