Italien streikt: Darum scheiterten Verhandlungen zu Corona-Hilfen

Italien streikt: Darum scheiterten Verhandlungen zu Corona-Hilfen
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Das Thema der milliardenschweren Corona-Hilfen scheiterte an den EU-Finanzministern. Bereits im Vorfeld war Streit eingeplant.

Im Vorfeld der Beratungen waren vor allem gemeinsame Anleihen umstritten – sogenannte Euro-Bonds oder wegen der Virus-Krise jetzt auch Corona-Bonds genannt. Aus Verhandlungskreisen verlautete, Italien und die Niederlande hätten sich verhakt. Dabei sei es um Auflagen für milliardenschwere Hilfskredite aus dem Rettungsfonds ESM gegangen.

Diese sind in der Regel an Bedingungen geknüpft. Italien will aber wegen der riesigen Lasten durch die Pandemie keine Auflagen akzeptieren, andere Euro-Länder pochen auf strenge oder zumindest lasche Bedingungen. Italien ist bereits nach Griechenland das am stärksten verschuldete Land der Euro-Zone. Experten erwarten, dass sich die Lage durch die anstehenden Milliardenkosten noch deutlich verschlimmert.

Fortsetzung am Donnerstag

Die Euro-Finanzminister können sich also in der Corona-Krise zunächst nicht auf Hilfen für Italien einigen. Die Gespräche seien auf Donnerstag vertagt worden, teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Mittwochmorgen nach rund 16 Stunden Verhandlungen mit.

(Reuters)


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