Italienischer Strand verlangt künftig Eintrittsgebühr


Tausende Besucher, die nach La Pelosa auf Sardinien strömen, bedrohen das Ökosystem – jetzt wird reagiert.

Besucher müssen bald bezahlen, um einen der schönsten Strände Sardiniens zu genießen, da die örtlichen Behörden versuchen, die durch Überbelegung verursachten Schäden zu mildern.

La Pelosa, ein weißer Sandstrand in Stintino im Nordwesten Sardiniens, wurde als Paradies beschrieben und zieht jeden Sommer Tausende von Besuchern an. Umweltstudien zeigen jedoch, dass zu viele Strandurlauber das Ökosystem des Strandes bedrohen, was Antonio Diana, den Bürgermeister von Stintino, dazu veranlasste, ab dem nächsten Sommer Eintrittskarten einzuführen und die Besucherzahlen auf 1.500 pro Tag zu begrenzen.

Diana teilte am Montag einer Ratssitzung mit, dass die Maßnahmen zunächst versuchsweise umgesetzt würden. “Das aus der Gebühr gesammelte Geld würde dazu beitragen, die Überwachung und Wartung des Strandes zu finanzieren”, fügte er hinzu.

Verbote über Verbote

Francesca Demontis, die örtliche Tourismusberaterin, sagte, sie sei überzeugt, dass die Maßnahmen zu einem guten Ergebnis führen würden.
Das Rauchen auf La Pelosa wurde bereits verboten, ebenso wie die Händler. Strandtücher und -taschen dürfen Badegäste weder ungewollt noch absichtlich dazu benutzen, Sand zu entfernen.

Der “Diebstahl” von Sand und Muscheln an den Stränden Sardiniens ist ein großes Problem, und Straftäter können mit einer Geldstrafe von bis zu 3.000 EUR belegt werden.

Andere beliebte Gegenden Italiens erheben Einreisegebühren, um die Überfüllung zu begrenzen, wie Venedig, wo ab Juli Tagesausflügler zur Kasse gebeten werden sollen. Civita di Bagnoregio, ein mittelalterliches Dorf an der Grenze zwischen Latium und Umbrien, führte 2013 eine Gebühr ein, die als äußerst erfolgreich gesehen wird.


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