Jens Spahn kritisiert Corona-Testoffensive Bayerns

Jens Spahn kritisiert Corona-Testoffensive Bayerns
Bild von unsplash.com

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn distanziert sich von anlasslosen Corona-Massentests, wie sie die bayerische Landesregierung plant.

“Testen, testen, testen – aber gezielt”, das sei die mit dem Robert-Koch-Institut entwickelte nationale Teststrategie, schrieb der CDU-Politiker am Montag auf Twitter. Zuvor hatte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine “Corona-Testoffensive” angekündigt.

“Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.” Die Kosten wolle der Freistaat übernehmen, soweit sie nicht von Krankenkassen getragen werden.

In manchen Bereichen sinnvoll?

Spahn verwies darauf, dass es präventives Testen im Pflegebereich oder anderen Teilen des Gesundheitswesens sowie bei lokalen Ausbrüchen wie im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh geben müsse.

“Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend”, kritisierte er jedoch. Es wiege die Menschen “in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität”. 

(Reuters)


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