Joker-Darsteller kritisiert Rassismus in der Filmindustrie

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Joaquin Phoenix bezeichnet Rassismus als Problem und ist durch den Mangel an Diversität bei der Auswahl von Darstellern „beschämt“.

Für seine Darstellung des „Joker“ wurde Joaquin Phoenix gefeiert, nun hat er bei den British Academy Film Awards (kurz Bafta) einen weiteren Preis als „bester Hauptdarsteller“ bekommen. Phoenix gilt auch für die Oscar-Verleihung als Favorit für beste männliche Hauptrolle. Der 45jährige US-Amerikaner nutzte aber seine Dankesrede, um den Rassismus in der Filmindustrie anzuprangern.

„Mangel an Diversität“

Er sprach bei der Bafta-Ehrung von einem „Mangel an Diversität„, wenn es um die Auswahl der nominierten Schauspieler und Kreativen gehe. Das Thema dürfe nun nicht länger ignoriert werden, meinte ein sichtlich aufgewühlter Phoenix. Er selbst sei in einer „privilegierten Stellung„, die Menschen mit einer anderen Hautfarbe nicht hätten. Die Auswahl der Nominierten sei eine Botschaft, dass Menschen mit anderer Hautfarbe offenbar „nicht willkommen“ seien. Er selbst sei davon beschämt.

Werden Weiße bevorzugt?

Nicht nur bei diesem Filmpreis, auch bei anderen Ehrungen wurde zuletzt auf die Tatsache hingewiesen, dass vor allem männliche, weiße Darsteller, Regisseure und andere Mitglieder der Filmindustrie bevorzugt würden.