Kosovo: Regierungschef sagt Gespräche mit Serbien in Washington ab

Kosovo: Regierungschef sagt Gespräche mit Serbien in Washington ab
Bild von Chickenonline auf Pixabay

Nach der Absage des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci hat nun auch der Regierungschef des Landes die Teilnahme an dem von den USA vermittelten Gespräch mit Serbien am Samstag abgesagt.

Seine Regierung werde nicht an den Beratungen mit dem serbischen Präsidenten Aleksadar Vucic in Washington teilnehmen, teilte Kosovos Ministerpräsident Avdullah Hoti am Donnerstag über Facebook mit. Zuvor hatte bereits Thaci abgesagt, weil der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag Anklage wegen Kriegsverbrechen im Jugoslawien-Krieg erhoben hatte.

Hoti, der sich in Brüssel aufhielt, um dort Vertreter der EU zu treffen, sagte, dass er US-Unterhändler Richard Grenell informieren werde.

Keine Reaktion aus Serbien

Zunächst gab es aus Belgrad keine Reaktion, ob Vucic trotzdem nach Washington fliegen wird. Die US-Regierung will in dem Konflikt vermitteln, der seit der Abspaltung der früheren serbischen Provinz Kosovo schwelt.

Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, die Regierung in Belgrad erkennt diese Unabhängigkeit aber ebenso wie etwa Russland und einige EU-Staaten nicht an. Die EU hat den Westbalkan-Staaten Serbien, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina eine Beitrittsperspektive zur Union eröffnet.

(Reuters)


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