Malta: Premierminister tritt nach Journalistenmord wohl zurück

Malta: Premierminister tritt nach Journalistenmord wohl zurück
Bild von pixabairis auf Pixabay

Joseph Muscat sah sich einem zunehmenden Druck in Bezug auf die Behandlung des Falles Daphne Caruana Galizia ausgesetzt,

Der maltesische Ministerpräsident Joseph Muscat erklärte seinen Mitarbeitern, er wolle in Kürze zurücktreten, nachdem die politische und rechtliche Krise infolge der Ermordung der Journalistin Daphne Caruana Galizia diese Woche seine Regierung überflutet habe.

Seine Entscheidung folgt auf die Festnahme und Befragung eines seiner wichtigsten Verbündeten durch die Polizei, die den Mord an der prominenten investigativen Journalistin von 2017 untersucht.

Sie hatte bei ihrer Arbeit Korruption auf höchster Ebene in Regierungs- und Geschäftskreisen in Malta aufgedeckt.

Fall kommt nach Jahren ins Rollen

Nach zwei Jahren festgefahrener Ermittlungen in Bezug auf den Mord haben die Behörden des Mittelmeerlandes in den letzten Tagen mit einer Reihe von Festnahmen endlich Ergebnisse geliefert.

Am Freitag hatte Muscat nach einer außerplanmäßigen Kabinettssitzung, die die ganze Nacht über dauerte, gelobt, bis zum Abschluss der Ermittlungen im Amt zu bleiben.

Einzelheiten einer Spaltung innerhalb seines Kabinetts tauchten jedoch bald auf. Es ist jetzt klar, dass der Premier plant, eine Fernsehrede zu halten, um seinen Rücktritt anzukündigen. Der genaue Zeitpunkt muss noch festgelegt werden.


Share This