Masern: Über 6.000 Tote beim schlimmstem Ausbruch der Welt

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Die Zahl der Menschen, die in der Demokratischen Republik Kongo durch eine Masernepidemie getötet wurden, hat laut Angaben der WHO 6000 überschritten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt, die Epidemie sei die weltweit größte und am schnellsten verlaufende. Laut WHO wurden seit Anfang 2019 rund 310.000 Masernverdachtsfälle gemeldet.

Die kongolesische Regierung und die WHO haben im vergangenen September ein Notimpfprogramm aufgelegt. So wurden 2019 landesweit mehr als 18 Millionen Kinder unter fünf Jahren geimpft.

Zweimal mehr Tote als durch Ebola

Schlechte Infrastrukturen, Angriffe auf Gesundheitszentren und mangelnder Zugang zu routinemäßiger Gesundheitsversorgung haben jedoch alle Bemühungen behindert, die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.

In jeder der 26 Provinzen des Landes wurden seit der Meldung des Ausbruchs im Juni letzten Jahres Masernfälle gemeldet. Der Masernausbruch in der DR Kongo hat zweimal mehr Menschen getötet als Ebola.

Masern sind ein Virus, der zunächst eine laufende Nase, Niesen und Fieber verursacht. Einige Tage später kommt es zu einem fleckigen Ausschlag, der im Gesicht beginnt und sich über den Körper ausbreitet. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr weltweit 110.000 Menschen an Masern.