Mediziner attackiert Jens Spahn: “Da bleibt mir die Spucke weg”

Mediziner attackiert Jens Spahn: “Da bleibt mir die Spucke weg”
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Am Montag am Abend wurde bei “Hart aber fair” im WDR über das Coronavirus in Altenheimen diskutiert. Gesundheitsminister Jens Spahn stand dabei im Mittelpunkt der Kritik.

Bei “Hart aber fair” wurde am Montag am Abend heftig diskutiert und das vor allem über die besonders vom Coronavirus betroffenen Menschen, den rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland, die pflegebedürftig sind. Aber nicht nur sie, auch das Personal kam zu Wort zum Thema: “Das Virus und die Pflege – werden Altenheime zur Corona-Falle?”

Ein großes Problem, das Altenheime haben, sind die mangelnden Schutzausrüstungen. Die Bestände würden nicht ausreichen, was da ist, wird strengstens gehütet.

Aber was sagen eigentlich die Menschen, die in Altenheimen leben: “Es fühlt sich an wie im Gefängnis”, sagt eine 84-jährige Frau. “Und trotzdem sehe ich es ein.”

Jens Spahn wird scharf kritisiert

Der Beitrag der Frau scheint Johannes Pantel, Gerontopsychiater, regelrecht aufzustacheln. Er kritisiert immer wieder Menschen, die nach einer stärkeren Isolation der älteren Risikogruppe zugunsten der Jüngeren rufen. Pantel schießt vor allem scharf gegen Gesundheitsminister Jens Spahn, der laut über striktere Ausgangsbeschränkungen für Menschen ab 60 nachdenken.

“Da bleibt mir die Spucke weg. Das ist verfassungswidrig”, sagt Pantel. Er warnt davor, Menschen über 60 pauschal als gefährdet zu bezeichnen, die meisten seien nicht pflegebedürftig, körperlich fit – und auch, wie er später sagt, durchaus vernunftbegabt: “Wenn es ein Gesetzt gibt, sind sie die ersten, die Mundschutz tragen.”


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