Mercedes-Benz: Stellenabbau wegen verschärfter Abgasvorschriften

Mercedes-Benz: Stellenabbau wegen verschärfter Abgasvorschriften
Bild von Peter H auf Pixabay

Der Luxusautohersteller Mercedes-Benz strebt einen Stellenabbau an, um bis Ende 2022 Einsparungen von mehr als 1 Mrd. Euro zu erzielen, so der Eigentümer Daimler.

Die Kürzungen, die Berichten zufolge zum Verlust von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen führen werden, sind darauf zurückzuführen, dass der Autobauer vor den Herausforderungen neuer, strengerer Emissionsziele steht.

Das Erreichen neuer CO2-Ziele erfordere laut Daimler “hohe Investitionen”.
Man fügt hinzu, dass “das wachsende Angebot an Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Autos zu Kostensteigerungen führt”.

Effizienzsteigerung als Ziel

Daimler, wo konzernweit Einsparungen von mehr als 1,5 Mrd. Euro anstrebt werden, hat nicht angekündigt, wo der Stellenabbau greifen würde.

Es wird jedoch erwartet, dass sie Management- und Verwaltungsaufgaben wahrnehmen.

“Die Kostenbelastung durch die Erreichung der CO2-Ziele erfordert umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen unseres Unternehmens”, sagte Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands von Daimler und Mercedes-Benz.

“Dazu gehört auch die Straffung unserer Prozesse und Strukturen.”
Er fügte hinzu: “Dies wird unsere Ergebnisse in den Jahren 2020 und 2021 belasten. Um in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir daher jetzt handeln und unsere Finanzkraft deutlich steigern.”

Emissionsskandal als Dämpfer

In letzter Zeit waren die Gewinne schlecht und die Kosten hoch. Zum Beispiel gab es eine Geldbuße von 870 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Dieselemissionsskandal – ganz zu schweigen von den Auswirkungen eines verlängerten Rückrufs, um potenziell fehlerhafte Airbags zu beseitigen.

Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen auf die Auswirkungen der strengen neuen europäischen Emissionsvorschriften ein, die ab dem nächsten Jahr schrittweise eingeführt werden.

Diese werden die Hersteller effektiv dazu zwingen, weitaus mehr emissionsarme oder emissionsfreie Autos zu verkaufen als heute – oder mit hohen Bußgeldern zu rechnen.


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