Nach Klage: Apple zahlt Nutzern 22 Euro Schadenersatz pro iPhone

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Das Unternehmen muss bis zu 450 Mio. Euro für die geplante aussergerichtliche Einigung zahlen, was aber noch der Zustimmung des US-Richters bedarf.

Apple hat sich bereit erklärt, bis zu 450 Millionen Euro (500 Mio. Dollar) für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zu zahlen, in denen die Firma beschuldigt wird, ältere iPhones bei der Einführung neuer Modelle zu verlangsamen, um die Eigentümer zum Kauf von Ersatztelefonen oder -batterien zu bewegen.

Die vorläufige eingebrachte Sammelklage wurde am Freitagabend bekannt gegeben und muss vom US-Bezirksrichter Edward Davila in San Jose, Kalifornien, genehmigt werden.

Mindestens 278 Mio. Euro

Apple muss den Verbrauchern knapp 22 Euro (25 Dollar) pro iPhone zahlen, die je nach Anzahl der teilnahmeberechtigten iPhones nach oben oder unten angepasst werden können. Die Gesamtauszahlung beträgt mindestens 278 Millionen Euro.

Apple bestritt Fehlverhalten und schloss den landesweiten Fall ab, um die Belastungen und Kosten von Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, wie Gerichtsakten belegen.

Die Einigung vom Freitag gilt für US-Besitzer des iPhone 6, 6 Plus, 6s, 6s Plus, 7, 7Plus oder SE, auf denen das Betriebssystem iOS 10.2.1 oder höher ausgeführt wurde. Ob auch europäische Nutzer irgendwann eine Entschädigung bekommen, bleibt abzuwarten.