Neuseeland: Zeitung spottet über Masernkrise auf Samoa

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Die Otago Daily Times erntete Kritik für einen Comic-Scherz über den Masernausbruch auf Samoa, bei dem 55 Menschen ums Leben kamen.

Eine neuseeländische Zeitung hat Empörung ausgelöst, weil sie einen Cartoon veröffentlichte, der die Masernkrise in Samoa verspottete.

Bislang wurden 55 Menschen getötet, die meisten davon Kinder unter vier Jahren.

Zeitung entschuldigt sich für Comic

Die Otago Daily Times veröffentlichte den Cartoon der Künstlerin Chris Tremain in der Tageszeitung vom Dienstag, in der zwei weiße Frauen aus einem Reisebüro gingen und die einer zur anderen sagt: „Ich habe gefragt, welche „Spots“ im Moment am wenigsten beliebt sind.“, Sagte sie : ‚Die, die Leute, in Samoa haben.‘ ”

Zur Erklärung: Das Wort „Spots“ bedeutet im englischen sowohl „Reiseziel“ als auch „Fleck“ – Flecken bekommt man bekanntlich bei einer Masernerkrankung.

Die Zeitung entschuldigte sich am Dienstagnachmittag: „Der Inhalt und das Timing des Cartoons waren unsensibel, und wir entschuldigen uns vorbehaltlos für die Veröffentlichung.“

Hier ist der geschmacklose Comic nochmal zu sehen:

https://twitter.com/SitaLeota/status/1201655999637213189