Nigeria: Erste Männer wegen Anti-Homosexualitätsgesetz vor Gericht

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Alle 47 Männer zeigten gleichgeschlechtliche Zuneigungsbekundungen, die in Nigeria nun eine 10-jährige Haftstrafe nach sich ziehen.

47 Männer wurden am Mittwoch in Nigeria vor Gericht gestellt, weil sie Personen des gleichen Geschlechts öffentlich ihre Zuneigung gezeigt hatten.

Diese Straftat wird im Land neuerdings mit einer zehnjährigen Haftstrafe bestraft.

Die Polizei sagte, die nigerianischen Männer, die bereits 2018 verhaftet wurden, seien in einen „Schwulenclub“ eingeweiht worden. Die Angeklagten sagten, sie besuchten eine Geburtstagsfeier. Sie plädierten letzten Monat bei einer Anhörung für unschuldig.

Gesetz vor fünf Jahren in Kraft getreten

Aktivisten sagen, dass der Fall ein wichtiger Test für ein Gesetz ist, das die Ehe von Homosexuellen und gleichgeschlechtliche „verliebte Beziehungen“ verbietet, das vor fünf Jahren in Kraft getreten ist.

Das Gesetz sei in der Vergangenheit zur Belästigung und Erpressung schwuler Menschen angewendet worden, es habe jedoch keine Verurteilungen gegeben.

Homosexualität ist in den meisten afrikanischen Ländern illegal. In einigen Fällen drohen Menschen lebenslange Haft oder die Todesstrafe.