Österreich: Corona-Hilfspaket wird aufgestockt

Österreich: Corona-Hilfspaket wird aufgestockt
Quelle: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten / flickr.com

Österreichs konservativ-grüne Regierung will der von der Corona-Krise getroffenen heimischen Wirtschaft mit weiteren Hilfen unter die Arme greifen.

Nach einem ersten Rettungspaket von 38 Milliarden Euro, kommen weitere zwölf Milliarden Euro für neue Maßnahmen sowie Klimaschutz-Investitionen hinzu, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag nach der Regierungsklausur in Wien.

Das beschlossene Maßnahmenbündel soll vor allem Betrieben zugute kommen, aber auch Privatpersonen Entlastungen bringen. Unter anderem werde der Fixkostenzuschuss über das Jahr verlängert, mit dem Unternehmen je nach Höhe des Umsatzrückganges bis zu 90 Millionen Euro erhalten können. Jenen Firmen, die in den nächsten Monaten investieren, soll zudem eine Prämie gewährt werden. Zudem soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien gefördert werden sowie die Mehrwertsteuer für Kultur und Gastronomie zeitweise auf fünf Prozent gesenkt werden.

Steuersenkung beschlossen

Für Einzelpersonen wurde zudem beschlossen, die geplante Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer für die erste Tarifstufe vorzuziehen. Hinzu komme ein Kinderbonus sowie eine Einmalzahlung für Arbeitslose. “Einer durchschnittlichen Familie sollen damit im Jahr rund 1000 Euro netto mehr übrig bleiben”, sagte Kurz.

Die Staatsverschuldung wird nach Worten des Kanzlers in diesem Jahr auf über 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von rund 70 Prozent vor der Coronavirus-Pandemie steigen. Der konservative Politiker hofft, dass die Quote wieder sinkt, wenn die Wirtschaft anspringt.

(Reuters)


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