Österreich: Polizei wollte Vergewaltigungsserie vertuschen

Österreich: Polizei wollte Vergewaltigungsserie vertuschen
Bild von fsHH auf Pixabay

Aufregung im österreichischen Bundesland Kärnten: Offenbar hat die Polizei dort versucht, eine Vergewaltigungsserie zu verheimlichen.

In Österreich bahnt sich ein wahrlicher Polizeiskandal an. Der Grund dafür ist eine Serie von Vergewaltigungen, die bereits im Jahr 2015 begonnen haben soll und bis in diesem Jahr vor der Öffentlichkeit verschwiegen wurde.

Wie kam es dazu, dass die Beamten die unheimliche Serie fast vier Jahre lang geheim hielten und stattdessen mit teils merkwürdigen Maßnahmen versuchten, sie zu beenden?

Schauplatz: Klagenfurt

Ereignet hat sich die Serie zwischen Juni 2015 und Oktober 2019 in der Stadt Klagenfurt, Landeshauptstadt des Bundeslandes Kärnten. Unweit eines beliebten Nachtclub soll ein nun festgenommener Täter insgesamt sechs Fälle von sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen begangen haben.

Aufgrund von sichergestellten Spuren war der Polizei schnell klar, dass es sich bei jedem Fall um ein und denselben Täter handelt – öffentlich wurden die Verbrechen aber erst im November 2019. Davor wusste niemand, nicht einmal der Betreiber des nahegelegenen Clubs, von den Vorfällen.

Stattdessen soll die Polizei versucht haben, mit merkwürdigen Maßnahmen, wie beispielsweise angeordnetem Beseitigen von Sträuchen und Bäumen in der Gegend, die Serie zu stoppen.

“Keine Panik verbreiten”

Warum wandte man sich aber erst so spät an die Öffentlichkeit? Die Kärntner Polizei rechtfertigt das mit dem Versuch, “keine Panik oder Hysterie” verbreiten zu wollen.

Vier Jahre nach dem ersten Fall, veröffentlichte die Polizei dann schließlich ein Fahndungsfoto und bat die Bewohner Klagenfurts um ihre Hilfe. Jetzt klickten auch die Handschellen: Ein Schwarzafrikaner wurde festgenommen.


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