Palladium überflügelt Allzeithoch von Gold

Palladium überflügelt Allzeithoch von Gold

Palladium steigt von Rekordhoch zu Rekordhoch. Das Edelmetall kostete vergangenen Donnerstag in der Spitze 1944 US-Dollar je Feinunze und war damit teurer, als es Gold jemals war.

Gold erreichte seine Bestmarke von 1920,30 Dollar im September 2011. Für Palladium werden inzwischen schon Kursziele von 2000 Dollar je Unze ausgerufen, da die Nachfrage das Angebot derzeit deutlich übersteigt.

Alleine seit 2016 stieg der Palladium-Preis um deutlich mehr als 200 Prozent. Als Ursache der spektakulären Wertentwicklung gilt vor allem die schon heute knappe Verfügbarkeit von Palladium sowie die Spekulation darauf, dass sich daran auch künftig nicht viel ändern wird.

Dieselskandal als Preistreiber für Palladium

Mehr als 70 Prozent des weltweit verarbeiteten Palladiums landet in der Autoindustrie, und zwar in Katalysatoren von Benzinmotoren. Angesichts des Dieselskandals und seiner Folgen sowie immer strengerer Emissionsgrenzen, könnte die Nachfrage von dieser Seite künftig weiter steigen.

Weitere Einsatzgebiete für das Edelmetall finden sich in der Elektronikindustrie, in der Chemiebranche, in der Zahnkosmetik sowie in der Schmuckproduktion. Insgesamt etwa 7,1 Millionen Unzen oder rund 200 Tonnen wurden auf diese Weise zuletzt pro Jahr rund um den Globus verarbeitet, so die Investmentgesellschaft Sprott in einer Analyse. Das Angebot dagegen habe 2018 bei lediglich 6,9 Millionen Unzen gelegen. Die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot bestehe bereits seit sieben Jahren und summiert sich inzwischen auf weltweit rund 800.000 Unzen.

US-Sanktionen verteuern

Die Sanktionen die die USA gegen Russland verhängt haben, gelten als zusätzlicher Preistreiber für Palladium. Schließlich ist Russland vor Südafrika, Kanada und den USA der weltweit größte Förderer des Metalls.


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