Papst meldet sich zu Protesten in USA zu Wort

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Nun gibt es zu den Protesten in den USA auch erstmals eine Wortmeldung von höchster katholischer Stelle. Der Papst verurteilt die Gewalt, aber auch den Rassismus.

Papst Franziskus hat nach den Ausschreitungen in den USA Rassismus und Gewalt verurteilt. Der Tod von George Floyd sei tragisch, erklärte er am Mittwoch in seiner wöchentlichen Generalaudienz auf Englisch.

Er bete für ihn und alle anderen, die als Folge „der Sünde des Rassismus“ ihr Leben verloren hätten. Es dürfe keine Art von Rassismus oder Ausgrenzung toleriert werden. Gleichzeitig müsse man erkennen, dass die Gewalt der jüngsten Nächte selbstzerstörerisch sei.

„Mit Gewalt nichts gewinnen“

„Mit Gewalt kann man nichts gewinnen, aber viel verlieren“, sagte der Papst laut Übersetzung von Vatican News. Er rief zum Gebet auf für „die nationale Versöhnung und den Frieden, nach dem wir uns alle sehnen“.

Der Afroamerikaner Floyd war 25. Mai in Minneapolis gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihn mit dem Knie auf dem Hals minutenlang zu Boden gedrückt hatte. Die Proteste gegen seinen Tod halten seitdem an und sind stellenweise in Gewalt umgeschlagen.

(Reuters)