Robert-Koch-Institut lobt deutsche Regierung und ist gegen Lockerungen

Robert-Koch-Institut lobt deutsche Regierung und ist gegen Lockerungen
Bild von Vektor Kunst iXimus auf Pixabay

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht trotz gesunkener Zahl der Neuinfektionen keinen Anlass zu weitgehenden Lockerungen der Kontakteinschränkungen.

“Wir haben in den vergangenen Wochen einiges erreicht”, sagte der Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, zwar am Dienstag in Berlin. “Aber ernst ist die Situation dennoch immer noch. Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht, die Fallzahlen können wieder steigen.”

Am besten wäre es aus epidemiologischer Sicht, die Zahl der Neuinfektionen soweit wie möglich zu drücken. Allerdings müsse man auch andere Faktoren wie etwa die Wirtschaft in den Blick nehmen. Der derzeitige Weg der Lockerung sei ein “ganz vernünftiger Kompromiss”. Solange es aber keinen Impfstoff gebe, müsse es weiter Auflagen geben. Selbst wenn es in Deutschland keine neuen Fälle gebe, könnte das Virus von außen wieder ins Land kommen.

Merkel nennt Ziel

Die Ansteckungsrate hat in den vergangenen Tagen in Deutschland unter eins gelegen. Das heißt, dass ein Infizierter statistisch weniger als einen weiteren ansteckt.

So sinkt auch die Zahl der Neuinfektionen. Einen Wert unter eins hat auch Kanzlerin Angela Merkel als wichtige Marke mit Blick auf Lockerungen genannt.

(Reuters)


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