Robert Lewandowski: Ist der FC Bayern München derzeit der beste Stürmer der Welt?

Jeder Verein wünscht sich einen Stürmer mit 20 Treffern pro Saison, aber nicht viele bekommen einen, der so viele hat, bevor es überhaupt Halloween ist.

Robert Lewandowski erzielte am Dienstag beim 3: 2-Sieg des FC Bayern München gegen Olympiakos in der Champions League zwei Tore. Damit erzielte der polnische Nationalspieler 2019-20 in nur 17 Spielen unglaubliche 21 Tore.

Die schillernde Form des 31-Jährigen hat viele in den sozialen Medien dazu veranlasst, die Frage zu stellen: Ist er derzeit die beste Nummer neun der Welt?

In diesem Jahr hat kein anderer Spieler mehr Tore für seinen Verein erzielt als Lewandowski. Nicht Cristiano Ronaldo. Nicht Lionel Messi.
In dieser Saison war er phänomenal, besonders auf Vereinsebene.

Goals in top five leagues in 2019
Rank Player Games Goals
1 Robert Lewandowski 36 36
2 Lionel Messi 36 32
3 Kylian Mbappe 32 29
4 Sergio Aguero 35 29
5 Raheem Sterling 39 27
17 Cristiano Ronaldo 29 18

Er hat in seinen 13 Spielen in allen Wettbewerben 18 Tore erzielt, mindestens sechs mehr als jeder andere Spieler in den fünf großen europäischen Ligen, und in jedem der letzten 12 Spiele der Bayern Tore erzielt.

Tatsächlich hat er in dieser Saison in nur einem Spiel für die Bayern keinen Treffer erzielt – der 0: 2-Niederlage gegen Borussia Dortmund im deutschen Superpokal am 3. August.

Lewandowski hat in dieser Saison auch zwei Hattricks erzielt – eines für die Bayern und eines für Polen.

Lewandowskis zwei Tore in der Champions League am Dienstag haben ihn in den Topscorer-Charts der Champions League vor Ruud van Nistelrooy gebracht.

Aber er hat noch einen weiten Weg vor sich, um Messi und Ronaldos Heldentaten im Wettbewerb zu brechen.

Mit 31 wird Lewandowski wahrscheinlich weder Messi noch Ronaldo einfangen, aber seine Torschützenstatistik ist beeindruckend, insbesondere in einem Alter, in dem einige Spieler ihr Bestes gegeben haben.

Ein Vulkan verhinderte den Wechsel

Doch Lewandowskis Karriere hätte einen ganz anderen Verlauf nehmen können, wenn nicht ein Vulkan ihn daran gehindert hätte, im April 2010 von Lech Poznan zu Blackburn zu wechseln.

Der Ausbruch eines isländischen Vulkans vor neun Jahren und die dabei entstehende Aschewolke führten dazu, dass sein Flug in den Nordwesten Englands abgesagt wurde.

„Ich konnte wegen der Wolke nicht gehen. Es war der Vulkan. Der Vulkan mit der Aschewolke“, sagte Lewandowski, der schließlich im Juni 2010 für Borussia Dortmund unterschrieb, der Times.

„Es dauerte eine Woche und niemand konnte in Europa fliegen. Der Flug war gebucht, aber wir konnten nicht abfliegen. Es hat mein Leben verändert. Wenn ich nach Blackburn gegangen wäre, wäre ich vielleicht dort geblieben.“