Sebastian Kurz kritisiert EU: “Kann nicht sein, dass wir auf uns alleine gestellt sind”

Sebastian Kurz kritisiert EU: “Kann nicht sein, dass wir auf uns alleine gestellt sind”
Quelle: Wiki Commons

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz kritisiert angesichts der Corona-Krise die Europäische Union scharf für deren Vorgehen.

Die Europäische Union hält sich in der Bekämpfung des Coronavirus derzeit noch stark zurück. Es wird zwar auf Zusammenhalt und gemeinsame Ziele gepocht, eigene Rettungsmissionen startete der Staatenverbund aber nicht. Auch die finanziellen Hilfen fallen bisher eher schmal aus – Länder fühlen sich daher zunehmend alleine gelassen.

“Kann nicht sein”

In diese Kerbe schlägt auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz in einem Interview. Er kritisiert die Europäische Union scharf: “Es kann nicht sein, dass wir zwei Wochen auf uns alleine gestellt sind.” Österreich fände es nicht in Ordnung, dass bereits gekauftes Schutzmaterial an der deutschen Grenze “hängen bleibt” und gleichzeitig die eigenen Grenzkontrollen von der EU kritisiert werden, so Kurz.

Die Europäische Union müsse sich nach der Krise “eine kritische Diskussion und Auseinandersetzung” für ihre Vorgehen gefallen lassen, sagt Kurz weiter. Österreich stellt sich auch gegen die von anderen Staaten geforderten EU-Corona-Anleihen, genannt “Corona-Bonds”. Außerdem sprach sich der österreichische Kanzler gegen weitere Rettungsmissionen für finanziell angeschlagene Länder wie Griechenland oder Italien aus.


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