Sicherheitsleck Flughafen: Hustende Urlauber reisen ohne Quarantäne ein

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Die Grenzen am Boden sind an sich dicht. Mit dem Auto kann man aufgrund der Coronavirus-Krise nicht mehr quer durch Europa reisen. Auf den Flughäfen zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild.

Pilot möchte man in diesen Tagen nicht sein. Alle Länder sind froh, wenn die Urlauber das Land verlassen, das sind potenzielle Corona-Fälle weniger. Nicht selten hört man von Piloten dieser Tage, dass sie mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Coronavirus-Verdachtsfälle mit an Board haben. Die Sicherheitsbestimmungen auf den Flughäfen lassen zu wünschen übrig.

Auf den Flughäfen wird nicht kontrolliert

Weder beim Einsteigen noch beim Aussteigen werde ausreichend kontrolliert. Ein Pilot schildert der Zürcher Presse: „Wir hatten mehrere Coronavirus-Verdachtsfall an Board, es sind lediglich der Sitz des scheinbaren Corona-Falles desinfiziert worden und die umliegenden Sitze für den nächsten Flug. Erst nach einer Nachfrage von mir wurde auch der Rest desinfiziert, ob es etwas bringt, wage ich zu bezweifeln.“

Piloten und Flugbegleiterinnen selbst sind dem Virus ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich infizieren, ist extrem hoch.

Passagiere selbst völlig überrascht

Die Passagiere sind ebenfalls völlig überrascht, wie schlecht derzeit kontrolliert wird. Hustende Urlauber reisen ungehindert mit Fieber aus und auch wieder ein. Selbst Passagiere, die aus dem Iran kommen, einem der Risikogebiete werden unzureichend kontrolliert.

Der Iran ist ein Hotspot der Corona-Krise. Niemand weiß genau, wie viele Menschen dort infiziert sind, weil die Regierung den Ausbruch lange heruntergespielt hat. Den offiziellen Zahlen zufolge, die Natalie Amiri am Montag nannte, zeigten von 7,5 Millionen Iranern, die binnen drei Tagen getestet wurden, 175.000 Symptome, 2200 wurden zum Arzt geschickt, 1077 gleich ins Krankenhaus.