Spanien: Dutzende Verletzte nach Protesten bei Clásico

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Maskierte Demonstranten zündeten Mülleimer an und warfen Steine und Glasflaschen auf die Polizei, die mit Tränengas reagierte.

Als Barcelona und Real Madrid im ersten Clásico der Saison am Mittwoch antraten, herrschten außerhalb des Stadions wilde Zustände. Hunderte Demonstranten gingen für die Unabhängigkeit Kataloniens auf die Straße – der Protest wurde schnell gewalttätig.

Sechsundvierzig Menschen wurden bei den Zusammenstößen leicht verletzt, darunter acht, die zur zusätzlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Fünf Personen wurden festgenommen, sagte ein Polizeisprecher.

Barrikaden und Feuer

Die Demonstranten, von denen viele katalanische Separatistenfahnen trugen, begannen mitten auf der Straße Barrikaden zu errichten, die sie in Brand setzten.

Die Polizei schloss die Südausgänge des Stadions, die zur Straße führten, auf der die Zusammenstöße stattfanden, und forderte die Fans auf, den Veranstaltungsort aus „Sicherheitsgründen“ über die Nordausgänge zu verlassen.

Spiel schon einmal verschoben

Das ursprüngliche Spiel im Oktober musste aufgrund der gewaltsamen Demonstrationen im wohlhabenden Nordosten verschoben werden.

Im Stadion hielten Tausende Fans blaue Transparente mit den Worten „Spanien, sitzen und reden“ hoch.

An den vier Ecken des Stadions hatten sich Demonstranten versammelt, die vier Stunden vor dem Anpfiff den Verkehr blockierten. Nach Angaben der Polizei umzingelten fast 5.000 Menschen das Stadion.