Spanien: Mehrheit für Verlängerung der Maßnahmen steht

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Spanien ist eines jener Länder Europas, die vom Coronavirus besonders stark getroffen wurden. Auch der Tourismus leidet massiv an den Folgen.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez verfügt offenbar über eine Mehrheit im Parlament für eine vierte zweiwöchige Verlängerung der Beschränkungen. Die Koalition des sozialdemokratischen Regierungschefs sichert sich für die im Laufe des Tages geplante Abstimmung die Unterstützung der Baskenpartei PNV und rechtsgemäßigten Ciudadanos.

Die konservative Volkspartei (PP) will dagegen keine weitere Verlängerung mittragen. Die Maßnahmen in dem schwer von der Coronavirus-Pndemie betroffenen Land sind in dieser Woche gelockert worden.

Tourismus leidet

Das vom Tourismus wirtschaftlich stark abhängige Spanien hat im März wegen der Corona-Krise einen Besuchereinbruch erlitten. Die Zahl der internationalen Touristen fiel um 64,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund zwei Millionen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten amtlichen Daten hervorgeht.

Die Ausgaben der Besucher sanken um 64 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Tourismus trägt rund zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei und sichert Millionen Arbeitsplätze. Vor der Pandemie war die Zahl der Touristen sieben Jahre in Folge auf Rekordhöhe gestiegen, wodurch das Land zum zweitbeliebtesten Urlaubsziel der Welt wurde.

(Reuters)