Südkorea glaubt: „Kim Jong-Un ist wegen Coronavirus abgetaucht“

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Die Spekulationen über den Gesundheitszustand von Nordkoreas abgetauchten Machthaber Kim Jong Un reißen nicht ab.

Südkoreas Wiedervereinigungsminister Kim Yeon Chul erklärte am Dienstag, er halte es für plausibel, dass Kim aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus die Öffentlichkeit meide – und nicht weil er erkrankt sei.

US-Präsident Donald Trump sagte, er wisse „in gewisser Hinsicht“, wie es Kim gehe. Er dürfe darüber „jetzt aber nicht sprechen“. Er hoffe, es gehe Kim gut. „Wir werden sehen. Sie werden es wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft hören.“

Seit April verschwunden

Unklarheit über Kims Zustand gibt es seit Mitte April. Damals erschien er überraschend nicht zu einer traditionellen Veranstaltung anlässlich des Geburtstages seines 1994 verstorbenen Großvaters, Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung. Kurz darauf gab es Medienberichte, Kim sei ernsthaft erkrankt und im Zusammenhang mit Herz-Kreislaufproblemen operiert worden.

Da bislang aus dem international weitgehend abgeschotteten Nordkorea keine eindeutigen Belege kamen, die den vermutlich etwa 36-Jährigen Machthaber wohlauf zeigen, reißen die Spekulationen nicht ab – auch wenn sie in Seoul und Washington wiederholt angezweifelt wurden.

(Reuters)