Syrien: Kurden werden IS-Kämpfern aus Dutzenden Ländern den Prozess machen

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Die Entscheidung folgt auf die Empörung darüber, dass keine internationalen Vereinbarungen über Gefangene getroffen wurden.

Die syrischen Kurden haben angekündigt, dass sie Prozesse gegen Kämpfer des Islamischen Staates aus mehr als 50 Ländern durchführen werden.

Sie hatten sich darüber geärgert, dass keine internationalen Vereinbarungen darüber getroffen worden, was mit den Kämpfern geschehen soll.

5.000 gefangene Kämpfer

Die kurdisch dominierte Regierung im Nordosten Syriens gab an, 1.000 männliche Kämpfer in überfüllten Haftanstalten und weitere 4.000 Isis-Frauen in Flüchtlingslagern festzuhalten.

Die lokalen Behörden hatten gehofft, mit westlichen Regierungen Vereinbarungen zu treffen, um entweder Kämpfer in ihr Heimatland zurückzuschicken oder ein international anerkanntes Tribunal einzurichten.

Diejenigen, die wegen Kriegsverbrechen für schuldig befunden wurden, werden in Syrien derzeit zu lebenslanger Haft verurteilt – im Irak werden sie mit der Todesstrafe bestraft.