Tansania: 500 Millionen Dollar-Hilfe trotz Verbot schwangerer Schülerinnen?

Tansania: 500 Millionen Dollar-Hilfe trotz Verbot schwangerer Schülerinnen?
Bild von jason sackey auf Pixabay

Die Weltbank hat ihre Entscheidung, Tansania ein Darlehen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar zu gewähren, auf Druck von Aktivisten verschoben.

Die Aktivisten protestieren gegen die Politik des Landes, schwangeren Mädchen und jungen Müttern den Besuch staatlicher Schulen zu verbieten.

Der Vorstand der Bank sollte am Dienstag zusammentreten, um das Darlehen zu prüfen, die Sitzung wurde jetzt aber verschoben.

Treffen mit Aktivisten

Quellen sagten nicht, warum das Treffen verschoben wurde. Der Antrag auf Aufschub wurde jedoch gestellt, nachdem die Bank am Montag ein kurzfristiges Notfalltreffen mit tansanischen Aktivisten und internationalen Menschenrechtsorganisationen abgehalten hatte.

Bereits 2018 wurde ein Bildungsdarlehen in Höhe von 300 Mio. US-Dollar an Tansania zurückgezogen, weil Bedenken hinsichtlich der Ausweisung schwangerer Mädchen bestanden.

Rund ein Viertel der tansanischen Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren sind Mütter oder schwanger. Die Regierung änderte zwar vergangenes Jahr das diskriminierende Gesetz – im Umgang änderte sich jedoch nichts.


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