UN-Flüchtlingshelfer können wegen „Sicherheitsbedenken“ nicht in Lager

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Ein 16-jähriger aus Eritrea starb in einem Flüchtlingslager wegen mangelnder Versorgung – Helfer können wegen Sicherheitsbedenken nicht hinein.

Ein Sprecher der UN Refugee Agency sagte, dass ihre Mitarbeiter die afrikanische Stadt Sabaa und ihr Flüchtlingslager zuletzt im Dezember besucht hätten.

„Aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitsbedingungen konnten unsere Mitarbeiter in letzter Zeit keinen Besuch mehr machen“, sagt er weiter.

„Milizsoldaten entscheiden“

Bei einer Veranstaltung am Donnerstag in Berlin erläuterte der UNHCR-Sonderbeauftragte für das zentrale Mittelmeer, die Probleme, die die Agentur mit dem Zugang zu Lagern in Libyen hat.

„Ein Milizsoldat kann entscheiden, ob er uns einlässt oder nicht. Selbst wenn Sie die richtigen Papiere haben, können Sie möglicherweise nicht dorthin gehen“, sagte er.

Zuletzt starb ein 16-Jähriger in einem lybischen Lager, wo die medizinische Versorgung besonders schlecht ist. In einem der Lager bestätigten die Vereinten Nationen, dass zwischen September 2018 und Mai 2019 22 Menschen starben.