UN: Flüchtlingslager auf Lesbos „sofort evakuieren“

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Oberarzt der Vereinten Nationen warnt vor „schwerem Pandemierisiko“ aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung im griechischen Lager.

Die UN-Flüchtlingsagentur hat die sofortige Evakuierung von Familien und Kranken aus dem Lager Moria auf Lesbos gefordert. Über das Wochenende kamen weitere Boote auf den Ägäischen-Inseln an, wodurch mehr Menschen in überfüllte Flüchtlingslager gebracht wurden.

Das Moria-Lager in Lesbos ist von 5.000 auf rund 20.000 Bewohner angewachsen. Täglich kommen neue Menschen und selbst die am stärksten gefährdeten Neuankömmlinge finden im offiziellen Bereich keinen Platz mehr.

Von Syrien bis Somalia

Die Mehrheit der Flüchtlinge stammt aus Afghanistan und Syrien, aber auch aus dem Irak, Palästina, Somalia, der Demokratischen Republik Kongo und anderen Ländern.

UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic sagte: „Über 36.000 Asylsuchende leben derzeit in Aufnahmezentren auf fünf Inseln, die ursprünglich für 5.400 Menschen ausgelegt waren. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass andere Regionen in Griechenland ihre Solidarität verstärken, um den Druck zu verringern.“