UN: Kriegsparteien in Lybien wollen wieder verhandeln

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Die Kriegsparteien in Libyen haben sich UN-Angaben zufolge auf eine Wiederaufnahme der Waffenstillstandsverhandlungen geeinigt – das wird positiv bewertet.

Die UN-Mission in dem Land erklärte am späten Montagabend auf ihrer Homepage, sie begrüße den Plan, die Gespräche wieder zu starten. In den vergangenen Wochen hatten sich die Kriegsparteien heftige Kämpfe nahe der Hauptstadt Tripolis geliefert.

Die Libysche Nationalarmee (LNA) von Chalifa Haftar treibt seit April 2019 eine Offensive auf Tripolis voran, wo die international anerkannte Einheitsregierung ihren Sitz hat. Diese wird von der Türkei militärisch unterstützt, während die LNA Hilfe von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Ägypten erhält.

Beschuss und Kämpfe halten an

Trotz der Vereinbarung von bereits zwei Waffenstillständen dieses Jahr halten sowohl der Beschuss als auch die Kämpfe an. Der UN-Sicherheitsrat hat sich bisher noch nicht auf einen Nachfolger für den im März zurückgetretenen Sondergesandten Ghassan Salame verständigt, was die Friedensbemühungen weiter erschwert.

Aus dem Ausland werden unterdessen immer schlagkräftigere Waffen nach Libyen geliefert. Vergangene Woche flog Russland US-Angaben zufolge mindestens 14 Kampfjets auf einen LNA-Stützpunkt im Zentrum des Landes.

(Reuters)