Von der Leyen fordert in Zeiten der Krise mehr Solidarität

Von der Leyen fordert in Zeiten der Krise mehr Solidarität
© European Union 2019 – Source: EP / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

Die Chefin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, erwartet sich von den EU-Mitgliedsstaaten mehr Solidarität angesichts der Krise um das Coronavirus.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen fordert im Kampf gegen die Corona-Krise mehr Solidarität in der Europäischen Union. In diesem Rahmen werde die EU für das geplante europäische Kurzarbeitergeld nach deutschem Vorbild in Europa bis zu 100 Milliarden Euro aus EU-Mitteln bereitstellen, erklärte von der Leyen in einem Schreiben, das in der italienischen Zeitung “La Repubblica” am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Angefangen werde mit Italien. Europa stehe Italien zur Seite. “Nur mit Solidarität können wir aus dieser Krise herauszukommen”. Die Kluft zwischen einzelnen Staaten gefährde alle. Von der Leyen hatte die Pläne für ein europäisches Kurzarbeitergeld am Mittwoch vorgelegt, ohne allerdings finanzielle Details zu nennen.

Alleingänge kritisiert

Die Brüsseler Behörde habe vorgeschlagen, jeden verfügbaren Euro im EU-Jahreshaushalt in den Kampf gegen die Coronavirus-Krise zu stecken, erklärte von der Leyen. Sie kritisierte zugleich Alleingänge einzelner EU-Staaten. Zu viele hätten sich in den ersten Tagen der Krise auf ihre eigenen Probleme konzentriert, was “schädlich” war und hätte vermieden werden können. Namen der angesprochenen Staaten nannte sie nicht.

Einzelheiten zu den Kurzarbeiter-Hilfen will die EU-Kommission im Tagesverlauf bekanntgeben. Bei dem deutschen Modell zahlt der Staat einen Teil der Löhne und Gehälter der Beschäftigten von Unternehmen weiter, die ihre Kapazitäten ganz oder teilweise herunterfahren.

(Reuters)


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