Waffenstillstand: Putin und Erdogan wollen Situation in Syrien stabilisieren

Waffenstillstand: Putin und Erdogan wollen Situation in Syrien stabilisieren

Der russische und türkische Staats- und Regierungschef werden versuchen, ein weiteres Abkommen zur Stabilisierung von Idlib auszuarbeiten.

Ein Gipfeltreffen zwischen den Führern der Türkei und Russlands am Donnerstag könnte die letzte Gelegenheit sein, ein Abkommen auszuarbeiten, das weitere Katastrophen im Nordwesten Syriens vermeidet.

Angesichts der zunehmenden militärischen Verluste in der Provinz Idlib und einer potenziellen Welle von Menschen, die vor den Kämpfen fliehen, ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einen Waffenstillstand gesinnt – und Wladimir Putin ist bereit zu verhandeln.

Alle Augen auf Moskau

Angesichts einer sich abzeichnenden Migrationskrise an den Grenzen Europas werden alle Augen auf Moskau gerichtet sein, wo die beiden wichtigsten Kräfte des Syrienkonflikts versuchen werden, einen weiteren Deal auszuarbeiten, um den Norden des Landes entsprechend ihrer jeweiligen Agenden aufzuteilen.

Ein unabhängiger russischer Außenanalyst sagte: „Das Hauptproblem in Idlib ist der Wunsch von Präsident Bashar al-Assad, die volle Kontrolle über das Gebiet zu erlangen und die Grenze zur Türkei zu blockieren.“

Der Kampf in der Provinz, der letzten von der Opposition kontrollierten Region in Syrien, war für die Bevölkerung katastrophal. Fast 1 Million Menschen sind seit Beginn der jüngsten Offensive am 1. Dezember aus ihren Häusern geflohen. Dies war die größte einzelne Vertreibungswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor neun Jahren.


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