Welchen IQ hat Donald Trump?

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Die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten zu Themen wie Klimaschutz lassen Debatten um seine geistige Leistungsfähigkeit und Intelligenz aufleben.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Donald Trump wieder mal einen seiner berühmt-berüchtigten Auftritte, bei denen ein Großteil des Publikums wie sonst auch reagiert: mit Kopfschütteln und Fassungslosigkeit. Dass die USA „sauber und schön“ seien, könnte man ja noch als Heimatliebe interpretieren.

Seine teils etwas wirren Aussagen über den Klimawandel und den Klimaschutz (manche der wissenschaftlich bewiesenen Klimafakten hält er für „unrealistisch“, aber das tun ja manche) oder über Klimaktivistin Greta Thunberg wären noch mit politischem Kalkül zu bewerten. Schließlich ist Trump schon mitten im Wahlkampf und muss so nebenbei das laufende Amtsenthebungsverfahren stemmen. Aber dass er die EU als „schwieriger als China“ bezeichnete, lässt schon tiefer blicken. Und dass er Menschen, die vor den Folgen des Klimawandels, warnen, als „Erben der dummen Wahrsager von gestern“, bezeichnete ebenso.

Frage nach dem IQ

Abseits von politischen Hintergründen stellten sich auch in Davos wieder viele Teilnehmer die Frage: Wie intelligent ist eigentlich der Präsident des mächtigsten Landes der Welt? Es gab immer wieder Meldungen, wonach der IQ des Präsidenten anlässlich einer früheren Einstufung durch die „New York Military Academy“ mit 73 angegeben wurde. Allerdings stellten sich solche Meldungen als Fake-News heraus. Ebenso wenig stimmen aber Berichte, Trump hätte einen IQ von 156 – auch dafür gibt es keine Beweise. Er selbst weist in seinen Meldungen auf Twitter immer wieder hin, dass er einen hohen IQ haben. Für viele ist das Beweis genug, dass das Gegenteil der Fall ist. Er habe einen höheren IQ als Barack Obama, meinte Trump auch schon mal.

Von Deppen und Konkurrenten

Schon 2017 gab es Diskussionen über den Intelligenzquotienten von Trump: Damals hatte ihn der damalige US-Außenminister Rex Tillerson angeblich in einem Meeting als „Deppen“ bezeichnet. Trump reagierte beleidigt und forderte Tillerson zu einem IQ-Vergleichskampf auf. Dazu kam es natürlich niemals. Trump selbst teilt ja gerne aus: Im Mai des Vorjahres meinte er, sein Konkurrent, der frühere Vizepräsident Joe Biden, habe einen „niedrigen IQ“.

IQ-Experten wurden in Medien schon mehrfach zum Thema befragt: Sie meinen, der IQ von Trump sei wohl höher, als angesichts seiner bizarren Auftritte angenommen werden könnte. Und außerdem sei ein hoher IQ nicht automatisch der Beweis, dass jemand gemeinhin als „gescheit“ oder „klug“ akzeptiert werden könnte. Vielleicht liegt das Geheimnis von Trump ja gerade darin, dass er nicht klüger oder intelligenter wirken möchte als jene Leute, die ihn verehren oder zumindest wählen. Für ihn selbst ist das ausgesprochen bequem: Mit Fakten muss er sich nicht beschäftigen, denn die Trump-Fans wollen das ja auch nicht.