Westlicher Balkan fühlt sich von EU bei Verhandlungen “verraten”

Westlicher Balkan fühlt sich von EU bei Verhandlungen “verraten”
Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Die Weigerung der Europäischen Union, Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien aufzunehmen hat ein Gefühl des Verrats ausgelöst.

Gordan Grlić Radman, der kroatische Außenminister, das 2013 als letztes Land der Europäischen Union beigetreten war, stellte in Frage, ob die Entscheidung der EU-Chefs richtig war.

Das Land, das zum ersten Mal die EU-Präsidentschaft übernimmt, will den EU-Traum für Nordmazedonien und Albanien wieder aufleben lassen. Nordmakedonien hatte gehofft, nach einem 30-jährigen Streit mit Griechenland über seinen Namen die Genehmigung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zu erhalten.

Hoffnung auf Einigung

Albanien, das 2009 einen Antrag auf EU-Beitritt gestellt hatte, hatte ebenfalls gehofft, formelle Verhandlungen aufzunehmen. Beitrittsgespräche zwischen diesen Ländern und der EU werden Jahre dauern.

Kroatien hofft, dass die Staats- und Regierungschefs der EU im März eine Einigung über die Reform ihres Erweiterungsprozesses erzielen können, bevor im Mai ein Gipfeltreffen zwischen der EU und sechs westlichen Balkanländern stattfindet.


Share This