Wien: Ballettakademie “ermutigte Kinder zu rauchen, um schlank zu bleiben”

Wien: Ballettakademie “ermutigte Kinder zu rauchen, um schlank zu bleiben”
Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Laut der österreichischen Kommission, die Missbrauchsvorwürfe untersucht, gefährdet die Staatsoper das Wohlergehen junger Menschen.

Die prestigeträchtige Wiener Ballettakademie gefährdet das Wohlbefinden von Kindern, indem sie sie dazu ermutigt, zu rauchen, um schlank zu bleiben.

Ein Skandal brach im April aus, als die Akademie an der renommierten Wiener Staatsoper in einem Medienbericht beschuldigt wurde, ihren Studenten schweren körperlichen und geistigen Missbrauch sowie sexuelle Übergriffe zuzufügen.

Methoden des 19. Jahrhunderts

Die wöchentliche Falter-Zeitung veröffentlichte eine detaillierte Untersuchung, in der Methoden des 19. Jahrhunderts aufgedeckt wurden.

Angeblich wurden junge Tänzer geschlagen, zerkratzt, bis sie bluteten, an den Haaren gezogen und über ihren Körper gedemütigt.

Die 1771 gegründete Akademie ist eine der renommiertesten in Europa und zieht Bewerber aus der ganzen Welt an.

Sonderkommission stellt “Missachtung” fest

Eine von der Regierung unterstützte Sonderkommission bestätigte am Dienstag, dass die Studenten nicht ausreichend medizinisch versorgt wurden, und stellte eine generelle „Missachtung“ des Kindeswohls fest.

Kommissionsleiterin Susanne Reindl-Krauskopf sagte, dass den Schülern geraten werde, mit dem Rauchen zu beginnen, um schlank zu bleiben und mit Vornamen und Konfektionsgrößen angesprochen zu werden.

Als Reaktion auf die Ergebnisse vom Dienstag teilte die Wiener Staatsoper mit, sie habe bereits die Anzahl der Aufführungen von Studenten reduziert, und sie werde den Bericht ausführlich untersuchen.


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