Wladimir Putin: Das neueste Schiff der russischen Marine wird die Zircon-Hyperschall-Rakete tragen

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Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am 31. Oktober, dass die Zircon-Hyperschall-Marschflugkörper laut RT „sicher“ an Bord der neuesten Korvette der russischen Marine sein werden, die nächsten Monat in Dienst gestellt werden soll. Die Zircon-Rakete, die Berichten zufolge noch in der Entwicklung ist, kann nach Angaben des russischen staatlichen Medienunternehmens TASS von keinem derzeit eingesetzten Verteidigungssystem abgefangen werden.

Putin war letzten Donnerstag mit der Korvette Gremyashchi in der nordwestrussischen Stadt Kaliningrad unterwegs. „Es wird sicherlich Zircon geben“, sagte Putin zu Verteidigungsminister Sergei Shoyu.

Rakete erreicht neunfache Schallgeschwindigkeit

Die Zircon-Rakete soll sich mit der neunfachen Schallgeschwindigkeit fortbewegen. Der Begriff „hyperschall“ bedeutet im Allgemeinen, dass sich ein Objekt mindestens mit der fünffachen Schallgeschwindigkeit fortbewegt. Die Rakete befand sich im Februar noch in der Entwicklung, als der staatliche Fernsehsender Russia-1 fünf US-Positionen bedrohte, darunter das Pentagon. Die Zirkon-Rakete könne die Ziele in weniger als fünf Minuten treffen.
Ebenfalls im Februar behauptete Putin in seiner Ansprache an die Bundesversammlung, dass die Entwicklung der Rakete planmäßig voranschreite.
Putin benutzte die Rakete, um die USA zu bedrohen, falls sie neue Nuklearraketen näher an Russland einsetzen sollten, als der INF-Vertrag im Februar begann sich aufzulösen.
„Sie haben es geschafft: Mach Neun und über 1.000 km“, berichtete Putin den russischen Medien zu dieser Zeit.
Während die Behauptungen der russischen staatlichen Medien und der russischen Führung nicht zu überprüfen sind, hat Putin gesagt, dass der Zircon sowohl See- als auch Landziele zerstören kann.
Der Zircon oder Tsirkon ist mit den Kalibr-Raketensystemen kompatibel, die sich bereits an Bord der Gremyashchiy-Korvette befinden. TASS berichtet, dass die Gremyashchiy die erste Korvette der Pazifikflotte ist, die die Kalibr-Raketen trägt.
Nach Angaben der Federation of American Scientists könnte der Zircon möglicherweise nächstes Jahr zum Einsatz kommen.